Was ist ein Alpinum?
Wir haben es als Refugium für Pflanzen der Gebirge angelegt. Gleichzeitig wollten wir die doch Großteils sehr kleinen Pflanzen wirkungsvoll präsentieren.
Das heißt, für diese doch zum Teil sehr sensiblen Pflanzen die entsprechenden Lebensräume zu schaffen. Die meisten wollen einen durchlässigen Boden, wenig Nährstoffe, und den Kalkgehalt um 7,5 – 8,5.
Um das zu erreichen, haben wir Hügel aus Wandkies aufgeschüttet. Der enthält bei uns etwas Feinteile und Lehm, ist vom Kalkgehalt neutral bis leicht kalkhaltig. Der Kies ist zwischen 20 und 60 cm hoch aufgeschüttet worden. Darauf haben wir die größeren Steine verteilt.
Zwischen den Steinen dann Kalksplitt für die Kalkliebenden Pflanzen als Substrat verteilt.
Durch die Steine wird ein sehr kleinteiliges Mikroklima geschaffen.
Zum einem geben die Steine die im Laufe des Tages gespeicherte Wärme nachts wieder ab. Das führt zu einem gleichmäßigeren Temperaturgefälle.
Zum anderem sind durch die Steine Bereiche sowohl mit voller Sonne als auch feuchtere Schattenplätze zu gestalten. Dadurch können sowohl Pflanzen der absoluten Trockenregionen wachsen, als auch aus dem Wiesenbereich der Hochalmen oder den halbschattigen Bereichen.
Mit Düngern muss bei einer so empfindlichen Pflanzengesellschaft sehr vorsichtig umgegangen werden. Aber ein paar wenige wollen doch etwas mehr Nährstoffe.
Ein Standort für Pflanzen mit einem saueren Bodenanspruch sind in diesem Milieu schwierig zu kultivieren, aber es sind nur wenige echte kalkfliehende Pflanzen, die in einem anderen Standort Platz finden.

